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Der
aus Biberacher Sicht jenseits der Kinzig im idyllischen Tal des Prinzbachs
gelegene gleichnamige Ort gehörte seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung
im Jahre 1257 und sicherlich auch schon einige Zeit zuvor zur Grafschaft Geroldseck.
Für die Geroldsecker war "Brunsebach", wie der Ortsname im 13.
Jahrhundert geschrieben wurde, wohl lange Zeit nichts anderes als ein Dorf,
bestehend aus etwa 30 Gehöften, dessen leibeigene Bauern dem Grundherrn mal
mehr oder weniger willig den Frohndienst, den Zehnten und die anderen
Gefälligkeiten leisteten.
Das änderte sich jedoch schlagartig, als das Dorf
für Graf Walter I. von Geroldseck zwar nicht zur Gold- aber doch zur nicht
minder einträglichen Silbergrube wurde. Das Silbererz, das vom ausgehenden
12. bis zum Ende des 13. Jahrhunderts dort "in großen Mengen" gefunden
wurde, versetzte den Grafen nicht nur in die Lage, die Stiftskirche in Lahr,
sondern auch eine neue Burg, die heute noch in Ruinen erhaltene
Hohengeroldseck zu erbauen.
Im Dorf selbst, am der Kirche gegenüberliegenden
Hang aber entwickelte sich die Stadt, die Silberstadt Prinzbach mit
ihrer bis zu zehn Meter hohen Mauer, dem Riesen- und dem Untertor und mit
einem tiefen Graben um die gesamte Stadt. Urkunden berichten von reichen und
gebildeten Bürgern der Stadt und leider auch von ihrem Untergang im 14.
Jahrhundert, als der Berg nichts mehr oder nicht mehr genug hergab.
Geblieben aber ist die Möglichkeit, alles, was hier vor rund 750 Jahren
geschehen ist, anhand von Sagen und Urkunden zu belegen und im Gelände
nachzuvollziehen. |
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